So kochst du ohne Kochgeschirr

Dieser Beitrag ist Teil unserer Serie zum Thema Mikroabenteuer die ursprünglich im Klettermagazing LACRUX erschienen ist.





Wenn die Zeit für grosse Abenteuer fehlt, dann soll man die Abenteuer einfach kleiner machen – dieses Credo haben wir euch in unserem ersten Beitrag mit auf den Weg gegeben. Falls ihr ganz wenig Zeit habt, so gibt es immer noch die Mittagspause und auch hier passt wunderbar eine ganze Menge Abenteuer rein.



So wird deine Mittagspause bestimmt zum Erlebnis


Darum zeigen wir euch heute eines unserer Lieblingsrezepte der abenteuerlichen Feuerküche. Die Stein-Kürbissuppe aka Kürbisvulkan. Dass mit Steinen gekocht werden kann, ist schon ganz lange bekannt. Auch wenn es keine genauen Quellen gibt, wird heute davon ausgegangen, dass schon vor circa 30’000 Jahren mit Kochsteinen gekocht wurde. Dieses Mikroabenteuer ist also auch eine kleine Zeitreise in längst vergangene Zeiten. Let’s rock it!



Das brauchst du um mit Kochsteinen einen Kürbisvulkan zu zaubern

  • Einen Kürbis mit einem Durchmesser von ca. 20cm

  • Eine Hand voll Steine mit einem Durchmesser von ca. 5cm

  • Gartenhandschuhe

  • Besteckset und einen tiefen Teller

  • Pfeffer, Salz und deine Lieblingsgewürze für eine Kürbissuppe

  • Ca. 2 Liter Wasser

  • Eine Hängematte um die Seele baumeln zu lassen während des Kochens







Schritt für Schritt zum Mittagessen ohne Kochgeschirr


Entzünde ein Feuer und lege die Steine mitten ins Feuer. Damit du mit heissen Steinen die Kürbissuppe und den Kürbis kochen kannst, müssen deinen Steine ungefähr eine Stunde im brennenden Feuer liegen. 

Darauf achten, dass du kein Loch in deinen Kürbis machst. Sonst läuft dir nämlich die Suppe aus.

Beim Kürbis den Deckel aufschneiden und vorsichtig die Kürbiskernen entfernen. Danach kannst du den Kürbis mit Wasser füllen und mit Pfeffer, Salz und einigen weiteren Gewürzen aus deiner Schatulle würzen.



Den Kürbis am Rand des Feuers erwärmen


Während die Steine heiss werden kann der Kürbis ans Feuer platziert werden. So wird er auch von aussen langsam erwärmt und schonend gegart. Jetzt kommt auch die Hängematte zum Zuge. Ein Perspektivenwechsel tut immer gut – und die Steine brauchen ja eine Weile bis sie richtig heiss sind. Ab und an – so alle 15 Minuten – solltest du den Kürbis um 90° drehen, sodass er von rundherum gleichmässig erwärmt wird.


Heisser Stein in den Kürbis legen


Nach ungefähr einer Stunde sind die Steine genügend heiss, damit du sie zum Kochen der Suppe benutzen kannst. Der erste Stein kann nun mit Löffel und Handschuhen aus dem Feuer geholt und in den mit Wasser gefüllten Kürbis gelegt werden.

Der Kochstein ist nach einer Stunde rund 400 Grad heiss.

Der Kochstein bringt die Suppe innert Sekunden zum Kochen. Es brodelt und kocht und spritzt ein wenig – daher der Name Kürbisvulkan.

Danach ist es alle ungefähr 5 Minuten an der Zeit den Kochstein in der Suppe durch einen neuen heissen Stein direkt aus dem Feuer zu ersetzen, sodass die Suppe und der Vulkan vor sich hin köcheln können.



Die Kürbissuppe ist fertig


Nach ungefähr 30 Minuten ist es soweit. Deine Kürbissuppe ist bereit zum Genuss. Der Kürbis kann nun vorsichtig in einen tiefen Teller gelegt werden. Wir machen das so, weil es ab und zu vorkommt, dass beim Auslöffeln der Suppe, der Kürbis plötzlich ausläuft. Dank dem Teller bist du auf der sicheren Seite und deine Suppe läuft dir garantiert nicht über deine Beine.




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