ÜBER UNS

fajro

ERLEBEN, LERNEN UND BEGLEITEN

Wir sind Expert*innen für Erlebnispädagogik und handlungsorientiertes Lernen, die Begleitung von Entwicklungsprozessen und das gemeinsame Begehen von neuen Wegen. Wir überraschen mit ungewohnten Interventionen, unterstützen Lern-, Formungs- und Findungsprozesse wo es nötig ist, und lassen dadurch Potentiale entfalten. Wir teilen unsere Begeisterung und haben ein gutes Gespür für die Gruppe. Wir zeigen Flexibilität und Kreativität im Umgang mit Unvorhergesehenem und greifen dabei auf ein breites Methodenrepertoire zurück.

 

fajro steht für Feuer in der Sprache Esperanto. Das Feuer erwärmt, erhellt, reinigt und verwandelt - es ist die Wandlungskraft per se. Das Feuer steht für Leidenschaft, Veränderung und innere Kraft. Das Feuer steht für unsere Leidenschaft mit Menschen unterwegs zu sein und Menschen in ihren eigenen Vorhaben zu begleiten. Das Feuer steht für Veränderungsprozesse, die durch unsere Interventionen ausgelöst werden. Das Feuer steht für die lebendige Kraft die in allen Menschen schlummert. Für was brennt dein Feuer?

DAS TEAM

DANIEL ZUBERBÜHLER

Geboren 1982. Aufgewachsen in Herisau. Kaufmännische Grundausbildung bei einer Bank. Danach Reisejahre in verschiedenen Naturräumen der Welt und Passerelle an der ISME St. Gallen. Studienanfang in Genf – Internationale Beziehungen – dann Wechsel zum Studium zur Oberstufenlehrperson an der PHSG. Master of Arts in Secondary Education. Diverse Erfahrungen im Primar- und Oberstufenbereich, insbesondere als Heilpädagoge. Freischaffend in der aufsuchenden Jugendarbeit. Weiterbildung zum Erlebnispädagogen HF. Vertiefung im Begleiten biografischer Prozesse. Mitarbeiter einer im Bildungsbereich tätigen NGO – Interkulturelle Austauschprojekte. Zudem seit 2016 Lehrbeauftragter Zivildienst bei Curaviva. Aus Freude und Neugierde Mitdenker und Mitlenker beim Verein Läbe Lärne Lache, der für neue Visionen in der Bildung steht.

PASCAL HALTINER

Geboren 1986. In Herisau aufgewachsen und in Trogen das Gymnasium besucht. Einblicke in verschiedene Berufsfelder - von der Baustelle in die Bank bis zum Skilehrer im Toggenburg. Geographiestudium in Zürich und vertiefte Auseinandersetzung mit den Debatten im Feld der Migration. Studienpause und Zivildienstleistender bei Greenpeace. Masterstudium mit Schwerpunkt Bürgerkriege und Ressourcenkonflikte. Ethnographische Feldforschung in Sri Lanka. Tutor und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Zürich. Danach pädagogisch-didaktisch Ausbildung zum Lehrdiplom für Maturitätsschulen  und Geographielehrer am Gymnasium. Seit vier Jahren Pädagoge für interkulturelle Austauschprojekte für eine im Bildungsbereich tätigen NGO. Nachdiplomstudium zum dipl. Erlebnispädagogen NDS HF.

 
 

PÄDAGOGISCHE GRUNDHALTUNG

WERTSCHÄTZUNG UND WERTSCHÄTZENDE HALTUNG

Ob nun Kinder oder Erwachsene – alle Menschen sind Expert*innen ihres eigenen Lebens und geprägt durch ihre Lebensgeschichte. Gutes Zuhören und genaues Hinhören sind uns wichtig. Genauso wichtig ist es uns, die Menschen für sich und aus ihrem Leben sprechen zu lassen und uns mit Interpretationen zurückzuhalten. Wir begegnen den Menschen und ihrer Lebenswelt mit Offenheit und zeigen ehrliches Interesse. Wir fragen und ermutigen Fragen zu stellen. Wir schätze Diversität und Verschiedenheit. Wir nehmen Menschen ernst und Meinungen an. Wir legen Wert auf persönliche Bedürfnisse, Anliegen, Ängste, Wünsche und Grenzen, und nehmen diese wahr und an.

RESSOURCENORIENTIERUNG

Mit Ressourcenorientierung ist im Kern gemeint, dass der Fokus auf Stärken und Potentialen statt Defiziten liegt. Eine Ressourcenorientierung schafft Halt und Orientierung, stärkt das Selbstbewusstsein und fördert das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Die Lerngemeinschaft bildet einen Ressourcenpool, für welchen alle wichtige Ressourcen mitbringen. Vorhandenen Ressourcen werden eingebracht und genutzt. Noch verborgene Ressourcen werden entdeckt, erprobt und gestärkt. Das Setting ist dabei ein Selbstentfaltungs- und Potentialentfaltungsraum in welchem man sich von «Irrwegen» nicht entmutigen lässt und in die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten vertraut. Ausprobieren ohne Angst vor Bewertung, denn das «Scheitern» ist eine Chance fürs Lernen. Die somit geschaffenen Möglichkeiten lassen Potentiale entfalten, vorhandene Ressourcen stärken und verborgene Ressourcen erproben. Es wird miteinander und voneinander gelernt.

OFFENHEIT UND PARTIZIPATION

Unter Offenheit verstehen wir das Schaffen von Räumen, in welchen Menschen auf vielfältige Weise ausprobieren und erkunden können. Dabei geht es darum Gestaltungsinitiativen der Teilnehmenden zu ermöglichen, ohne dabei die Verantwortung über das pädagogische Setting abzugeben. Wir bieten ihnen Raum, in dem sie sich ohne Angst vor Bewertung ausprobieren dürfen. Wir sind unterstützend in der Rolle des Prozessbegleiters präsent und versuche Rahmenbedingungen zu schaffen, welche die initiierten Prozesse so gut wie möglich begünstigen. Wir schenken Vertrauen indem wir Verantwortung abgeben und sind stets bemüht Vertrauen zu schaffen – Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Vertrauen in den initiierten Prozess, Vertrauen in uns als Begleiter. Dabei sind wir als Mensch zugänglich, offen, ehrlich und greifbar. Unter Offenheit verstehen wir aber auch stets in der Rolle des Lernenden zu sein – stets  bereit zu sein, Dinge zu hinterfragen und an Festgefahrenem zu rütteln.

NICHT-ERZWINGBARKEIT VON BILDUNGSPROZESSEN

Bildung kann nicht erzwungen werden – Bildung kann nur initiiert und angeregt werden. Die Neugierde, die Entdeckerfreude und der Wissensdurst sind dabei natürliche Treiber. Wir verstehen Bildung als Aneignung von Welt. Wir schaffen Räume die Lebendigkeit, Entdeckerfreude und Neugierde ermöglichen. Wir lassen zu und erzwingen nicht – das Prinzip der Freiwilligkeit ist uns wichtig. Wir unterstreichen die Mit- und Selbstverantwortung für den Lernprozess und sind der Meinung, dass Menschen immer 100% geben – ganz egal wie viel diese 100% im Vergleich zu anderen sind. Menschen sind die eigenen Gestalter ihrer Lebenswelt. Bildung findet nicht durch Belehrungen, sondern durch eigene Erfahrungen statt. Bildung ist dementsprechend ein Prozess, der im und durch das das Handeln stattfindet. Dabei bieten neue Erfahrungswelten jeweils die Möglichkeiten neue Handlungsstrategien zu entwickeln und aufs neue zu Erproben.

ABLAUF EINER ZUSAMMENARBEIT

AUFTRAGSKLÄRUNG

Am Anfang einer jeden erlebnispädagogischen Intervention steht die Auftragsklärung. Wichtig ist, dass das Angebot direkt auf die Bedürfnisse passt. In Vorbereitungsgesprächen werden Informationen zur Zielgruppe eingeholt und der Entwicklungsauftrag geklärt. Dazu gehört ein Abstecken des Rahmens was die Ziele, Potentiale und mögliche Entwicklungsschritte betreffen. Basierend auf dem ersten Vorbereitungsgespräch werden natursportliches Medium und Naturraum ausgewählt, und ein Grobprogramm zusammengestellt. Dieses wird in einem weiteren Gespräch mit der Auftraggeberin besprochen und daraufhin angepasst. Des weiteren wird auch abgeklärt ob ein vorausgehendes Treffen mit den Teilnehmenden gewünscht oder nötig ist. Ungefähr einen Monat vor dem Projekt wird eine Packliste an die Teilnehmenden verschickt, sodass genügend Zeit da ist, nicht vorhandenes Material zu organisieren.

 

PROJEKTTAG(E)

Die weiter oben beschriebenen Aspekte der Pädagogischen Grundhaltung wie Wertschätzung und wertschätzende Haltung, Ressourcenorientierung, Offenheit und Partizipation sowie die Nicht-Erzwingbarkeit von Bildungsprozessen sind prägend für die gesamte erlebnispädagogische Intervention. Die Beziehungsgestaltung liegt uns am Herzen. Der Mensch ist im Zentrum, die Gruppe im Fokus. Das Potential und die Gegebenheiten des Naturraums und gewählten natursportlichen Mediums werden entsprechen genutzt. Die Bedürfnisse und Anliegen der Gruppe werden angehört, wahr- und angenommen und in die laufende Programmanpassung integriert. Den initiierten Prozessen wird Zeit und Raum eingeräumt, die Ressourcen die in der Gruppe vorhanden sind kommen zum Tragen und werden genutzt. Miteinander lernen, voneinander lernen, inspirieren und inspiriert werden – alle sind Lernende und Lehrende zugleich. Wir lassen den Moment wirken, handeln situativ, passen das Programm entsprechend an und unterstützen im Rahmen des nötigen. Wir begleiten die Teilnehmenden im Begehen von neuen Wegen und wir lenken über das spezifisches Setting das Handlungslernen und spielerisches Erkunden ermöglicht. Wir schenken Vertrauen und teilen unsere Leidenschaft. Wir zeigen Flexibilität und Kreativität im Umgang mit Unvorhergesehenem und greifen dabei auf ein breites Methodenrepertoire zurück.

AUSWERTUNG

Nach jeder erlebnispädagogischen Intervention folgt eine Auswertung. Diese setzt sich zusammen aus einem Feedback der Teilnehmenden und einer Nachbesprechung mit der Auftraggeberin. Nach Absprache verfassen wir auch einen Bericht, in welchem das erlebnispädagogische Projekt zusammengefasst, evaluiert und mögliche weitere Interventionen erläutert werden.

 
 

HANDLUNGSLEITENDE THEORIEN UND MODELLE

Es gibt viele Theorien und Modelle die unsere erlebnispädagogischen Interventionen und pädagogischen Arrangements prägen. Je nach Art der Intervention und Zielgruppe sind wieder andere Theorien und Modelle handlungsleitend. Viele dieser Theorien und Modelle stehen zudem in Verbindung zueinander. Wir möchten in diesem Rahmen eine Auswahl dieser handlungsleitenden Theorien und Modelle kurz umreissen, sodass eine konkretere Vorstellung unserer Interventionen entstehen kann.

DIVERSITÄTSBEWUSSTER ANSATZ

Der diversitätsbewusste Ansatz geht davon aus, dass in jeder Gruppe eine Vielzahl von Unterschiedlichkeiten und auch Gemeinsamkeiten bestehen, die spannende Anknüpfungspunkte für Reflexion, Austausch und gemeinsames Lernen bieten. Der Ansatz basiert auf dem Verständnis, das jeder einzelne Menschen als Subjekt gesehen wird und gleichzeitig verschiedensten Gruppen angehört. Zum Beispiel bezüglich der nationalen oder sozialen Herkunft, der Familie, Gender, Fähigkeiten und so weiter. Der einzelne Mensch wird zwar durch diese Gruppen und die Positionen, die er dadurch in der Gesellschaft und in konkreten Kontexten zugewiesen bekommt, beeinflusst und begrenzt, behält aber dennoch einen Spielraum bei der Gestaltung seines Handelns und Lebens. All diese unterschiedlichen Zugehörigkeiten machen in ihrer Gesamtheit das Selbstverständnis dieser Person aus und führen dazu, dass eine Person bestimmte Erfahrungen macht und andere wiederum nicht. Die Komposition dieser Zugehörigkeiten zu verschiedenen sozialen Konstrukten und ihr Umgang damit haben Einfluss darauf, welche Vorstellungen ein Mensch von der Welt und sich selbst entwickelt, wie er denkt und handelt. Dieser Tatsache begegnen wir in unserem Unterwegs sein mit Gruppen mit viel Fingerspitzengefühl und Sorgsamkeit.

LÖSUNGSORIENTIERTER ANSATZ

Lösungssuche statt Problemanalyse. Lösungsorientiertes Arbeiten bedeutet, sich auf die Ressourcen, Potentiale und Stärken der Menschen zu konzentrieren. Sie sind es, die wichtige Impulse für persönliches Wachstum, Kompetenzerweiterung sowie Entfaltung liefern und in schwierigen und herausfordernden Situationen Lösungen ermöglichen. Der lösungsorientierte Ansatz öffnet den Blick auf alternative Handlungsoptionen, das Schaffen von Wahlmöglichkeiten und ermutigt Veränderungen und Entscheidungen zu treffen. Systemisch betrachtet heisst das, dass jeder Mensch bereits alternative Handlungsmöglichkeiten in sich trägt und diese nur noch entdeckt werden müssen.

HELD*INNENREISE

Mythologien dieser Welt sprechen oft von den gleichen Themen und Motiven und ähneln sich in ihrem Grundmuster. Volkssagen, Mythen, Religionen sowie unterschiedliche Kulturen erzählen ihre Geschichte entlang der initiatorischen Struktur der Heldenreise. Dieses Muster mythologischer Entwicklungsgeschichten in der Struktur von Übergangsriten hat Joseph Campbell herausgearbeitet und als Monomythos oder eben auch Heldenreise genauer beschrieben. Die Held*Innenreise folgt den drei Hauptstationen Trennung, Initiation, Rückkehr. Aus tiefenpsychologischer Sicht ist sie eine Reise ins Innere. Dort überwindet der Held oder die Heldin  Widerstände, entdeckt und belebt verlorene oder vergessene Kräfte, die er oder sie nach der Rückkehr einsetzen wird. In dieser Leseart sind die Held*Innentaten seelische Errungenschaften. Die Held*Innenreise ermöglicht verschiedene Lebensthemen auf der Basis eines überpersönlichen Musters zu erforschen. Die Weisheit des Monomythos beginnt sich zu entfalten, sobald das Individuum bereit ist, sich den anstehen Themen zu widmen, sie zu prozessieren und zu hinterfragen.

POSITIVE PSYCHOLOGIE

Die Positive Psychologie widmet sich der Aufgabe, zu erforschen und zu kultivieren, was das Leben am meisten lebenswert macht. Dabei richtet sie den Blick gezielt darauf, welche Eigenschaften und welche Rahmenbedingungen mit Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit zusammenhängen. Sie stellt den Versuch dar, jene Eigenschaften von Menschen besser zu verstehen, die zu einem „guten“ Leben beitragen und möchte es Menschen ermöglichen, ihre Stärken und Talente genauer kennen zu lernen und im Alltag für sich einzusetzen.

Dabei geht es nicht nur um Glück und Wohlbefinden für den Einzelnen, sondern auch um Potentialentfaltung von Individuen, Organisationen und Gesellschaften.

NATUR ALS LEBENDIGER ERFAHRUNGSRAUM

Natürliche Settings faszinieren und stellen einen besonderen und einzigartigen Erfahrungsraum zur Verfügung. Denn in der Natur wird Entfaltung sichtbar, Wandel erlebbar und Grenzen spürbar. In ihr wird Lebendigkeit fühlbar und dadurch Lernen innerhalb natürlicher Grenzen frei ermöglicht. Daher stellt die Natur, ohne diese auf Wälder, Wiesen oder Berge eingrenzen und festlegen zu wollen, einen unverzichtbaren Erfahrungsraum dar, um Leben in all seinen Facetten zu erleben - eine wichtige Grundlage des Lernens.

Der deutliche Abstand zum Alltag unterstützt die Distanzierung vom Problem und einen Perspektivenwechsel. Dadurch fällt lösungsorientiertes und kreatives Denken leichter. Die Natur ist aufschlussreicher Spiegel und kraftvolle Metapher für Anliegen, Ressourcen und Lösungen zugleich. Landschaften, Wetterphänomene, Tiere und Pflanzen liefern für praktisch jede berufliche und persönliche Fragestellung hilfreiche Anregungen und praktikable Analogien sowie Denkanstösse und schaffen einen unkonventionellen und deshalb umso wirkungsvolleren Zugang zu seinem ureigenen Selbst.

THEORIE U & PRESENCING

Der Begriff Presencing ist ein Kunstwort, das sich aus dem englischen Wort „presence“ für Gegenwart und Anwesenheit und der Verbform „sensing“, also spüren und erspüren, zusammensetzt. In dieser Methode begegnen sich zwei Bewegungen: das Loslassen (Letting Go) und das Freigeben oder Zulassen (Letting Come). Presencing heisst, sein eigenes grösstmögliches Zukunftspotential zu erspüren, sich hineinziehen zu lassen und dann von diesem Ort aus zu handeln. In anderen Worten, anwesend werden im Herzen unserer zukünftigen Möglichkeit. Presencing bedeutet beim Lernen und Handeln nicht auf Vergangenheitserfahrungen stehen zu bleiben, sondern das Lernen und Handeln aus der Quelle heraus in die „im Entstehen begriffene Zukunft“ zu leiten. Denn die Qualität der Aufmerksamkeit, die wir in eine Situation einbringen bedingt die Art und Weise, wie Wirklichkeit entsteht. In diesem Zusammenhang ist die Unmittelbarkeit der Natur ein dienliches Hilfsmittel die Methodik in einer ganz anderen Qualität anwenden zu können. Was auch immer ich nämlich bei einem Aufenthalt in der Natur tue, hat eine direkte Konsequenz für die Systeme um mich zur Folge und so hat jede Entscheidung und jedes Vorhaben auch mit dem Blick in die Zukunft und der noch zu entstehenden Wirklichkeit zu tun.

WAGNISLERNEN

Wenn du dich sicher fühlen möchtest, dann mache das, was du schon kennst und weisst wie zu tun. Wenn du aber wachsen möchtest, dann begebe dich an den äussersten Rand deiner Möglichkeiten und Kompetenzen, auch wenn dies einen kurzfristigen Verlust deines Sicherheitsgefühls bedeuten kann. Wir alle leben üblicherweise in unserer Komfortzone, also dort wo wir uns geborgen fühlen und uns vermeintlich auskennen. Viel zu selten gehen Menschen echte Wagnisse ein und machen sich dabei bewusst, dass genau das Nichtwissen und Erkunden ein unglaubliches Potential in sich birgt. Lernen können wir nämlich nur, wenn wir uns aus unserer Komfortzone herausbewegen, neue Pfade beschreiten und Mut und Vertrauen beweisen für die Aufgaben, die das Leben mit sich bringt. So beschreibt das Wagnislernen diese Diskrepanz zwischen Gewohnheit und Neugierde und möchte uns dahinbewegen etwas mehr Gewicht in die letztere der beiden Aspekte zu legen, denn wenn immer man nicht genau weiss was man macht, eines ist Gewiss - man wächst und lernt.

SPIELEN UND DIE ERKUNDUNG DES MÖGLICHEN

 

Das spielerische Entdecken ist ein zentrales Element unserer pädagogischen Praxis. Oftmals ist uns Menschen gar nicht bewusst was Spielen eigentlich bedeutet, was wir uns alles durch das Spiel oder spielerisch angeeignet haben und noch immer tun. Das Potential einer spielerischen Herangehensweise an Aufgaben ist ungemein hoch. Immer wieder laden wir deshalb zum spielerischen Erkunden und Ausprobieren an unterschiedlichste Herausforderungen ein oder schlicht und einfach zum Spielen an sich. Spielen (und hier meinen wir vor allem das freie Spiel) bedeutet sich mit einer maximalen Offenheit ins Ungewisses zu begeben und sich auf eine Situation mit offenem Ausgang einzulassen. Spielen hilft eine Brücke zwischen Unsicherheit und Sicherheit zu bauen und ermöglicht das neue Erlebnisfeld angstfrei zu erkunden und sich so in dieser (neuen) Situationen zurechtzufinden. Im Spiel kann man mutige Entscheidungen treffen und die Realität in einer Laborsituation auf sich wirken lassen. Für uns ist das Spiel nicht mehr und nicht weniger als handlungsorientiertes, selbstorganisiertes, intrinsisch gesteuertes und soziales Lernen.

NETZWERK

MENSCHEN UND PROJEKTPARTNER*INNEN

Felix Immler | Werken mit dem Taschenmesser | taschenmesserbuch.ch

KLETTERWELT | Kletterschule | kletterwelt.ch

LACRUX | Klettermagazin | lacrux.com

naturbüro | Begleitung in der Natur | naturbuero.ch

NEANI | Systemisches Coaching | neani.ch

Wüstenreisen | Aus-Zeiten in der Wüste Ägyptens | sophiawuest.ch

ZaEP | Zentrum für Angewandte Erlebnispädagogik | zaep.org

1 2 3 Y O G A | Yoga Studio St. Gallen | 123yoga.ch

 
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